Flachboden bei Behältern – Aufbau, Funktion und Einsatzbereiche

Ein Flachboden ist ein im Wesentlichen ebener Behälterboden, der den unteren Abschluss eines Tanks oder Behälters bildet. Flachböden kommen insbesondere bei drucklosen oder gering beanspruchten Behältern sowie bei bestimmten Lager- und Prozessanwendungen zum Einsatz.

Im Gegensatz zu einem Kegelboden besitzt ein Flachboden keine zentrale Neigung zum Auslauf. Flüssigkeiten oder andere Medien können daher nicht allein durch die Bodenform vollständig zu einem Tiefpunkt ablaufen.

Welche Eigenschaften hat ein Flachboden?

Die ebene Bodenfläche bietet eine vergleichsweise einfache und konstruktiv überschaubare Geometrie. Je nach Behälterausführung kann der Flachboden mit einem Auslauf, verschiedenen Anschlüssen oder weiteren Einbauten kombiniert werden.

Bei stehenden Behältern kann die Konstruktion außerdem mit Füßen, einem Standring oder einer anderen Unterkonstruktion verbunden sein. Die genaue Ausführung richtet sich nach Behältergröße, Werkstoff und Einsatzbedingungen.

Flachböden können aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden. Im industriellen Behälterbau kommen unter anderem Edelstahl, Stahl und Kunststoffe zum Einsatz.

Welche Vorteile bietet ein Flachboden?

Ein Flachboden kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn eine einfache Behälterkonstruktion und eine ebene Bodenfläche gefragt sind.

Mögliche Vorteile sind:

  • einfache Geometrie
  • gute Stand- und Aufstellmöglichkeiten
  • geeignete Konstruktion für zahlreiche drucklose Anwendungen
  • vielseitige Kombinationsmöglichkeiten mit Anschlüssen und Einbauten
  • gute Zugänglichkeit bei bestimmten Reinigungs- und Wartungsarbeiten

Die tatsächlichen Vorteile hängen von der konkreten Behälterkonstruktion und dem vorgesehenen Einsatz ab.

Wo werden Flachböden eingesetzt?

Behälter mit Flachboden werden beispielsweise zur Lagerung und Bereitstellung von Flüssigkeiten oder anderen Medien eingesetzt. Typische Anwendungsbereiche finden sich unter anderem in:

  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie
  • Chemie- und Verfahrenstechnik
  • Wasser- und Umwelttechnik
  • allgemeinen Lager- und Produktionsbereichen

Bei Prozessbehältern kann ein Flachboden auch mit weiteren Komponenten wie Rührwerken, Anschlüssen oder Temperiereinrichtungen kombiniert werden.

Flachboden oder Kegelboden?

Die Entscheidung zwischen einem Flach- und einem Kegelboden hängt wesentlich von der gewünschten Funktion ab:

  • Ein Flachboden bietet eine ebene Bodenfläche und ist für zahlreiche Lager- und Prozessanwendungen geeignet. Bei der Entleerung muss dagegen berücksichtigt werden, dass sich das Medium nicht allein aufgrund der Bodenform zu einem zentralen Auslauf hin sammelt.
  • Ein Kegelboden ist dagegen gezielt auf eine erleichterte Schwerkraftentleerung ausgerichtet. Er kann insbesondere bei Flüssigkeiten vorteilhaft sein, bei denen geringe Restmengen und eine möglichst vollständige Entleerung wichtig sind.

Ist ein Flachboden für Druckbehälter geeignet?

Bei druckbeanspruchten Behältern muss die Bodenform entsprechend den auftretenden Belastungen ausgelegt werden. Ebene Böden sind aufgrund ihrer mechanischen Beanspruchung nicht ohne Weiteres mit gewölbten Böden gleichzusetzen.

Für Druckbehälter gelten je nach Ausführung und Anwendungsbereich besondere konstruktive und sicherheitstechnische Anforderungen. Die konkrete Auslegung muss daher anhand der maßgeblichen technischen Regelwerke und Betriebsbedingungen erfolgen. Die EN 13445 enthält beispielsweise Anforderungen an die Konstruktion unbefeuerter Druckbehälter und behandelt auch die Auslegung von Behälterböden.

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